Die Auswanderung des Wendelin Gietz

 
aus Johannisberg im Rheingau nach Argentinien - Ein bemerkenswertes Einzelschicksal

von Walter Hell - Oestrich-Winkel

 
Erstveröffentlichung in den "Nassauer Analen"

1.      Die Auswanderung aus dem Rheingau in nassauischer Zeit (1806 – 1866)

Im 19. Jahrhundert wurde auch der im Herzogtum Nassau gelegene Rheingau von mehreren Auswanderungswellen erfasst. Die Oestricher Bürgerin Anna Maria Sadoni beschreibt die Lage im Rheingau Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Brief so: Es machen alle Tage so viele fort, dass man glaubt, es könnten keine mehr unterkommen. Aber man sieht es hier an Abnahme noch nicht.[1] Eine von Norbert Michel zusammengestellte Liste führt die Namen von 720 Rheingauern auf, die teils als Einzelpersonen, teils mit Ihren Familien zusammen zwischen 1806 und 1866 ausgewandert sind.[2]

Bevorzugtes Zielland der Rheingauer war Australien, gefolgt von Nordamerika und dort besonders Texas. Als südamerikanisches Ziel wird gelegentlich Brasilien genannt; Argentinien findet jedoch keine Erwähnung.[3] Die folgende Tabelle zeigt den zahlenmäßigen Anteil der verschiedenen Zielländer an der Gesamtzahl der 720 namentlich bekannten Auswanderer:

 

 

Zielland Australien Nordamerika Brasilien Algier ungeklärt
Anzahl der Nennungen 465 245, davon 85 nach Texas 3 4 3

 

Die erste Auswanderungswelle aus dem Rheingau setzte um 1825 ein. Wolf-Heino Struck schreibt dazu: 1824 – 26 wanderten zahlreiche Familien aus Oestrich, Hattenheim und Hallgarten aus.[4]

1837 wanderte Familie Sicold aus Mittelheim vermutlich als erste nach Australien aus[5]

Familie Sicold und andere Rheingauer Bürger wurden als Weinbauern und Küfer von Engländern nach Neusüdwales in Australien geworben. Nach 1850 kam es zu einer regelrechten Auswanderungswelle nach Australien. 1852-54 verließen dreizehn Bürger den Flecken Mittelheim, um sich dort anzusiedeln.[6] Aus Hallgarten waren es 1852-57 siebzehn Familien, ein verlobtes Paar und drei Ledige, insgesamt wohl über 100 Personen.[7] Zehn Hattenheimer Familien wanderten 1850-55 ebenfalls dorthin aus.[8] Aus Kiedrich machten sich 1854 fünf junge Männer auf den Weg nach dem Fünften Kontinent[9], aus Assmannshausen im selben Jahr drei Familien und ein lediger junger Mann.[10] Aus Geisenheim wanderten 1849-1859 ca achtzig Personen nach Australien aus.[11]

Die Auswanderung nach Nordamerika erfasste insbesondere das Amt Eltville, während es im Amt Rüdesheim still blieb.[12] Aus der im Amt Eltville gelegenen Gemeinde Hallgarten schifften sich 1850-53 eine Familie und sechs Einzelpersonen nach Nordamerika ein.[13] Aus der ebenfalls in diesem Amt gelegenen Gemeinde Mittelheim waren es 1852-54 fünf Bürger.[14] Aus Geisenheim – im Amt Rüdesheim gelegen – wanderten 1849-59 sechs Familien und vier ledige Personen nach Nordamerika ab.[15] Bevorzugtes Auswanderungsland der Rheingauer war in Nordamerika Texas. Allein für neunzehn Bürger aus Hallgarten war dies 1845 das Ziel.[16] Der Geisenheimer Kaufmann Gustav Dresel war in Texas am 5. 5. 1847 durch den Herzog von Nassau zum Generalkonsul bestellt worden. Außerdem ernannte ihn der 1847 gegründete Texasverein zu seinem Generalagenten.[17]

Aus dem Amt Rüdesheim, in dem auch das Dorf Johannisberg lag, wanderten zwischen 1806 und 1866 insgesamt offiziell 596 Personen aus; 1855 waren es allein 105[18], darunter die Auswanderergruppe des Wendelin Gietz. Johannisberg selbst verließen zwischen 1851 und 1858 fünf Familien und fünf Ledige[19] bei einer Einwohnerzahl von ca. 700. Die politische Missstimmung und wirtschaftliche Misere nach der Revolution 1848/49 führen auch hier (in Johannisberg Anm. d. Verf.) zu einer stärkeren Auswanderung.[20]

 

 

2. Die Familie Gietz in Johannisberg

Die Familie Gietz, vermutlich erst im 17. Jahrhundert im Zuge einer Binnenwanderung nach Johannisberg gekommen,[21] besaß in der dörflichen Gemeinschaft ein hohes Ansehen, waren doch schon der Vater von Wendelin Gietz, Michael Gietz (1762–1820), und der Großvater, Johann Gietz (1703 – 1784), Schultheißen in Johannisberg gewesen.[22]

Johann Gietz hatte das Amt 1753–1779 inne, 1737 war er Mitbegründer der Brunnenmeisterschaft „Obere Nachbarschaft“.[23] Michael Gietz war von 1818 bis zu seinem Tode 1820 Schultheiß des Dorfes.

Wendelin Gietz´ Großvater mütterlicherseits, Johann Michael Klein (gest. 1781), hatte die so genannte Degenfelder Mühle (heute Schamari Mühle) am Elsterbach in Johannisberg als Müller in Erbpacht.[24] Der Schwiegervater von Wendelin Gietz, Philipp Krayer, war ebenfalls Müller. In Winkel lebte ein Bruder von Wendelin, Simon Gietz, dessen Sohn Karl Kleiber später mit seinem Onkel nach Argentinien auswandern sollte. In Johannisberg lebten noch zwei Schwestern.

An eine von ihnen schrieb er am 30. 8. 1859 einen Brief aus Argentinien[25], nachdem zuvor von ihm geschriebene Briefe anscheinend verloren gegangen waren und er schon über vier Jahre nichts mehr von seinen Familienmitgliedern gehört hatte. Den Brief beförderte anlässlich einer Geschäftsreise Herr Pierre Trobert, ein Mitsiedler, aus Argentinien nach Europa.

 
Abbildung 1: Auszug aus der Stammtafel der Familie Gietz

  

 

3. Wendelin Gietz als Schultheiß/Bürgermeister von Johannisberg

Wendelin Gietz war ein honoriger Bürger, war er doch 1827 von der nassauischen Regierung zum Schultheißen von Johannisberg bestellt worden. Dieses Amt hatte er drei Jahre inne; 1830 trat er aus Gesundheitsgründen zurück.[26] Die Schultheißen wurden ohne Mitsprache der Gemeinden eingesetzt, so fühlten sie sich oft mehr dem fürstlichen Amtmann verbunden als ihren Gemeinden.[27] Dies führte zu erheblichen Spannungen in den dörflichen Gemeinden in der Zeit des Vormärz. Ob der Rücktritt des Wendelin Gietz auch in diesem Zusammenhang zu sehen ist, bleibt ungewiss.

Das Absetzen von Schultheißen, das ´Schultheißenstürmen´, wurde daher hier im Frühjahr 1848 zu einem regelrechten Massenphänomen [28], schreibt der Historiker Michael Wettengel. So wurde auch der amtierende Schultheiß von den Johannisberger Bürgern wohl abgesetzt, denn im März 1848 begann eine zweite Amtsperiode des Wendelin Gietz als Dorfoberhaupt, jetzt Bürgermeister genannt.[29]

1848 bildeten sich auch in Johannisberg im Zuge der revolutionären Bewegung ein Sicherheitskomitee als oberste Gewalt und eine Bürgerwehr. Am 15. 8. 1849 forderte eine revolutionäre Versammlung sogar die Konfiszierung des Schlosses Johannisberg. Ob und inwieweit Wendelin Gietz in diese revolutionären Ereignisse involviert war, lässt sich bestenfalls vermuten. Auf jeden Fall legte er 1851 erneut aus Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit sein Amt nieder.[30]

Was bewog neben möglichen politischen Gründen nun den kränkelnden Wendelin Gietz mit 58 Jahren aus seiner angestammten Heimat auszuwandern?

 

Bildunterschrift 2: Wendelin Gietz an seinem Lebensabend um 1867
(Foto im Besitz von Wendelin Gietz jun.)

 

 

4. Die Auswanderung des Wendelin Gietz nach Argentinien

Zunächst einmal dürften es persönliche Motive gewesen sein: Sein ältester Sohn Johann war 1854 im Alter von 29 Jahren verstorben. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen und war nach Nordamerika ausgewandert. Dazu kamen wirtschaftliche Gründe: Die Notstandsjahre 1853/54[31] brachten eine Getreide- und Kartoffelfäule sowie eine schlechte Weinernte. So geriet auch der an sich recht begüterte Händler und Gutsbesitzer 1854 mit allen seinen in den Gemarkungen von Johannisberg, Geisenheim (bei der Elstermühle) und Winkel gelegenen Immobilien in Konkurs.[32] Die Versteigerung seiner Güter musste dreimal angesetzt werden, da sich infolge der allgemeinen Wirtschaftsmisere keine Käufer fanden. Wendelin Gietz war, als er das Land verließ, ein von persönlichen, wirtschaftlichen und möglicherweise auch politischen Schicksalsschlägen gezeichneter Mann.[33]

58jährig wanderte der am 7. 3. 1797 in Johannisberg geborene Wendelin Gietz mit seinen Kindern Friedrich (* 1837), Barbara (*1840) und Ignaz Lambert (*1842) nebst seinem Neffen Karl Kleiber (*1835) und einer 54jährigen Begleiterin, der Presbergerin Theresa Barth, am 19. 4. 1855 nach Übersee aus.[34] Seine Ehefrau Margarete, geb. Krayer, war zuvor schon illegal[35] in die USA ausgewandert.[36] Sein zweitältester Sohn Gerhard hatte seinen Heimatort Johannisberg am 7. 8. 1852 verlassen[37], um in die Vereinigten Staaten auszuwandern. Seine Tochter Margarete folgte ihrem Bruder mit ihrem späteren Ehemann, Kaspar Siegel aus Wollmerschied, am 16. 10. 1854.[38] In Johannisberg blieben die beiden Kinder Karl Josef (* 1833) und Maria-Anna (* 1835) zurück. Damit waren die Familienbande des Wendelin Gietz zerrissen und seine Familie in der ganzen Welt zerstreut.

Am 19. 4. 1855 verließ Wendelin Gietz mit seiner kleinen Reisegruppe das Herzogtum Nassau in Richtung Dünkirchen, dem Abfahrtshafen. Von dort aus stach man erst am 19. 11. mit dem Schiff „The Kile Bristol“ in See.Warum eine so lange Zeit bis zur Abfahrt verging, kann nur gemutmaßt werden. Oft wurden die Ausreisewilligen von unfähigen oder geldgierigen Schiffs- und Auswanderungsagenten hingehalten, um sie in dieser Zeit hemmungslos auszunehmen.[39] Nicht umsonst hatte 1849 eine Verordnung des Herzogs von Nassau schon festgestellt, dass Auswanderer durch eine verspätete Einschiffung in den Seestädten die empfindlichsten Nachteile erlitten haben.[40]

Warum die Auswanderergruppe des Wendelin Gietz entgegen ihrer den nassauischen Behörden gegenüber geäußerten Absicht nicht nach Australien, sondern nach Argentinien aussiedelte, muss ungeklärt bleiben.

Auf jeden Fall brauchte das mit 146 Siedlern besetzte Schiff die ungewöhnlich lange Zeit von 75 Tagen für die Überfahrt nach Buenos Aires (Ankunft am 18. 1. 1856). Die Seefahrt jener Tage war ein mit vielen Gefahren verbundenes Unterfangen, weshalb auch im Intelligenzblatt 1854 vor dem Problem der Sterblichkeit auf Auswandererschiffen und der Selbsternährung ebendort gewarnt wurde.[41] So berichtet auch Wendelin Gietz in seinem Brief von der Unreinlichkeit an Bord, und dass die Rationen ziemlich klein [42] waren.

Am 2. 2. 1856 endlich erreichten Wendelin Gietz und seine Begleiter die Stadt Santa Fé. Von dort waren es noch ca. 6 Stunden bis zu ihrer neuen Heimat, der Siedlung Esperanza in der Nähe des Rio Paraná.

  

 
Bildunterschrift 3: Kartenausschnitt von Argentinien mit der Provinz Santa Fé und der Siedlung Esperanza
(entnommen aus: Deutsche im Ausland – Fremde in Deutschland. Migration in Geschichte und Gegenwart. Hrg. Von Klaus J. Bade.
München 1992, S. 201)

 

 5.      Ankunft und erste Jahre in Argentinien

Die Neusiedler trafen in ihrer neuen Heimat auf eine warmgemäßigte Zone der Südhemisphäre mit feuchten, fruchtbaren Schwarzerdeböden. Die Pampa (indianisch: „baumlose Ebene“) ist eine wellige, von Flüssen wenig zerschnittene, von Senken und Sümpfen durchsetzte Landschaft.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts stand die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz Santa Fé auf einem sehr niedrigen Niveau. Es herrschte die Viehzucht und Weidewirtschaft vor. Erst mit der Masseneinwanderung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sollte sich dies ändern. Regieren heißt ansiedeln lautete nun die Parole der argentinischen Regierung. Die bewußte Einwanderungspolitik führte die ersten deutschen Siedler zur Nutzbarmachung der schier endlosen Pampa nach Esperanza in der Provinz Santa Fé. Nur ein kleiner Teil dieser Siedler sollte sich auf Dauer der Landwirtschaft widmen; die meisten bildeten bis 1890 eine wohlhabende Schicht von Händlern, Handwerkern und Kaufleuten.

Argentinien war 1816 von Spanien unabhängig geworden und erfreute sich nach einer längeren Bürgerkriegsperiode und einer Zeit der Diktatur ab 1853 einer freiheitlichen Verfassung nach nordamerikanischem Vorbild. Diese Verfassung wurde am 25. 5. in Santa Fé verabschiedet.

Die erste Volkszählung im Jahre 1869 ergab eine Bevölkerungszahl von 1,7 Mio Weißen und 93138 Indianern. Anfang des Jahrhunderts war das Verhältnis noch 2,5 : 1 gewesen.

Wendelin Gietz beschreibt die Situation in der neuen Kolonie Esperanza bei ihrer Ankunft 1856 so: In der ersten Zeit fühlten wir uns nicht behaglich, da die meisten Häuser offen standen und die Mosquitos uns nachts arg plagten. Die Landschaft charackterisiert er so: Sie bietet wenig Reiz, da es eine einförmige unabsehbare Ebene ist .... .[43] Zunächst konnten sich die Siedler vom Jagen auf Wild und Fische ernähren.

 

Bildunterschrift 4: Deutsche Siedler beim Jagen am Rio Salado Ende des 19. Jh.
(Photo: Besitz von Wendelin Gietz junior)

 

Wendelin Gietz teilt in seinem Brief zur Ernährungslage folgendes mit: Da wir aber gerade zur Zeit der Erndte ankamen, mussten wir ein ganzes Jahr von der Regierung verköstigt werden.[44] Holz für die Bauernhäuser wurde in den nahen Wäldern geschlagen.

Den Ansiedlungsvertrag, den der Spanier Aaron Castellanos 1853 mit der Regierung in Santa Fé abgeschlossen hatte, sah vor, dass tausend ehrbare und hart arbeitende Bauern in der Provinz anzusiedeln waren. Angesiedelt werden konnten nur Familien, weshalb Wendelin Gietz mit seiner Familie auf die Begleitung durch Theresa Barth angewiesen war. Diese hielt man einmal für das Kindermädchen, einmal für seine Haushälterin oder sogar für seine Ehefrau.

Nach dem Vertrag erhielt jede Siedlerfamilie eine Parzelle Land, landwirtschaftliches Gerät und einige Arbeitstiere sowie Saatgut für die erste Aussaat. Im Gegenzug hatten die Siedler für fünf Jahre ein Drittel ihrer Ernteerträge bei der Regierung abzuliefern. Nach dieser Zeit sollten die Siedler Besitzer ihrer Ländereien und Häuser werden.[45] Am 31. 8. 1886 wurde nach einem längeren Rechtsstreit der Kolonie Esperanza endgültig per Dekret eine Gemarkung von 40 Quadratmeilen zugesprochen. Wendelin Gietz erhielt mit seiner Familie die Konzession Nr. 22 im deutschen Teil der Kolonie. Mit ihm wurden noch ca. 200 andere Familien, davon 53 deutsche, dort angesiedelt. Unter den Neusiedlern waren außer den Deutschen noch Schweizer, Luxemburger, Franzosen und Belgier. Erst 1869 wurde die Aufteilung der Siedlung in Sektoren aufgehoben, da nun die Neubürger auch sprachlich zusammengewachsen waren. Spanisch war zur Verkehrssprache geworden. Über den Siedlungsvertrag bemerkt Wendelin Gietz: Unser Kontrakt wurde aufs püncktlichste erfüllt, ja noch mehr, es wurde uns nämlich die Schuld für die Nahrungsmittel während einem Jahre, die tausend Franken für Haus, Vieh und Land etc. und das Drittel Erndten, welche wir 5 Jahre abgeben sollten, von der Regierung geschenkt.[46]

Die Familie des Wendelin Gietz betätigte sich in der Landwirtschaft (Anbau von Weizen, Mais, Bohnen, Erbsen und Kartoffeln) sowie als Obst- (Pfirsiche) und Viehzüchter (Rinder und Pferde).[47]

Immer wieder kam es zu Zusammenstößen zwischen herumziehenden Indianern und den weißen Siedlern. Wendelin Gietz berichtet von einem Indianerüberfall, bei dem vier Indianer und zwei Pferde erschossen wurden. Ganz in seiner europäischen Sicht befangen, wertete er die Übergriffe der Indianer als Frechheit, obwohl er sicher war: Wir haben wenig von ihnen zu befürchten, denn sie sind feige und fürchten die Feuerwaffen. 1867 beschlossen die Einwohner von Esperanza Wachen gegen die Indianerüberfälle aufzustellen. Wer seiner Pflicht nicht nachkam, mußte zwei Dollar Strafe zahlen.

Am Ende seines Briefes äußert Wendel Gietz die Hoffnung, dass sie in Argentinien ihr gemächliches Auskommen haben mögen und daß sie bei einiger Sparsamkeit etwas erwerben, was wir in Deutschland nicht gekonnt hätten.[48]

 

5.      Wendelin Gietz gestaltet das öffentliche Leben in der Kolonie Esperanza

Wenige Jahre nach der Ankunft der Siedler begann sich auch das öffentliche Leben in der Kolonie Esperanza zu regen. 1859 schrieb Wendelin Gietz: Wir haben alle Freiheiten, die wir uns nur wünschen mögen. Die Colonie verschönert sich mit jedem Tag.[49] Schon 1858 war ein katholischer Geistlicher für die Kolonie berufen worden. 1862 wurden eine katholische Kirche und ein Rathaus errichtet. Die Errichtung des Rathauses kostetete 425 Dollar. Wendelin Gietz war Mitglied der Bau- und auch der Schulkommission, die den Bau einer Schule ins Werk setzte. 1863 – 67 war er Mitglied im Stadtrat von Esperanza.[50] Bei diesen Tätigkeiten kamen ihm sicherlich seine großen Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung als Bürgermeister bzw. Schultheiß von Johannisberg zugute. Mit über 70 Jahren starb Wendelin Gietz in seiner neuen Heimat. Pedroni nennt ihn sogar einen einzigartigen Führer.[51]

Zum Andenken an die ersten Siedler errichteten die Bürger von Esperanza auf dem Marktplatz ein Denkmal, auf dem auch der Name von Wendelin Gietz steht.

1858 hatte Barbara, die Tochter von Wendelin Gietz, den Kaufmann und Siedler Joseph Maurer geheiratet und ihm im Jahr darauf eine Tochter geboren.[52] Der Elsässer Joseph Maurer hatte schon kurz nach der Gründung von Esperanza ein Geschäft dort eröffnet, in dem auch sein Schwager Lambert Gietz als Lehrling ausgebildet wurde. Aufgrund seiner Zweisprachigkeit war Maurer der prädestinierte Vermittler zwischen dem deutsch- und französischsprachigen Teil der Kolonie. Folgerichtig wurde er 1861 und 1865 in den Stadtrat von Esperanza gewählt. 1862 gehörte er mit seinem Schwiegervater der Baukommission an. Zum Friedensrichter der jungen Kolonie wurde er 1868 bestimmt. Mit Wendelin Gietz und Joseph Maurer hatte die Kolonie, wie Pedroni resümiert, zwei tatkräftige und allgemein anerkannte Männer[53] an ihrer Spitze.

 

Bildunterschrift 5: Marktplatz von Esperanza um 1905
(entnommen aus: Deutsche im Ausland – Fremde in Deutschland.
Migration in Geschichte und Gegenwart Hrg. Von Klaus J. Bade. München 1992, S. 208.)

 

6.      Friedrich und Lambert Gietz etablieren sich in der neuen Heimat.

Die Söhne von Wendelin Gietz, Friedrich und Lambert sowie ihr in Winkel geborener Cousin Karl Kleiber, konnten in der neuen Heimat rasch Fuß fassen und sogar Karriere machen.[54] 1864 gründeten die Brüder in der neu gegründeten Kolonie St. Jeronimo Norte eine Lebensmittelhandlung. Friedrich, der ältere der beiden Brüder, war zuvor schon als Buchhalter in einem Handelsgeschäft angestellt gewesen.

Lambert Gietz war 1868 – 70 Stadtrat in Esperanza. In dieser Funktion wurde er Mitglied des Ausschusses für Sicherheit, Hygiene, Bildung und Finanzverwaltung. 1872 wurde er Friedensrichter in St. Jeronimo, 1880 in Esperanza.

 

Bildunterschrift 6: Ignatz Lambert Gietz
(Foto im Besitz von Wendelin Gietz junior)

 

1881 gehörten die beiden Brüder mit ihrem Freund Ernst Lang und anderen, die schon Esperanza mitbegründet hatten, zu den Gründern der 50 km nördlich von Esperanza gelegenen neuen Kolonie Progreso. Im südlichen Ortsteil von Progreso bauten die beiden Brüder zusammen eine Ranch. Friedrich Gietz verstarb dort am 15. 10. 1912.

 

Bildunterschrift 7: Friedrich Gietz mit seiner Frau Katharina Carlen,
einer im Wallis geborenen Schweizerin. Foto um 1900.
(Foto im Besitz von Wendelin Gietz junior)

 

Welch hohe Anforderungen an den Gemeinschaftssinn und das öffentliche Engagement die Neugründung einer Kolonie stellte, mögen einige statistische Angaben zur Kolonie Progreso verdeutlichen: Die Einwohnerzahl von Progreso wuchs zwischen 1882 und 1885 von 287 auf 1850. 1882 waren von den 287 Einwohnern 108 Männer und nur 51 Frauen, jedoch 128 Kinder unter 15 Jahren. 42 Familien waren katholisch, 11 protestantisch. In Progreso lebten 8 Nationalitäten zusammen, darunter 10 deutsche Familien.[55]

 

 

 

 7.      Das öffentliche Wirken von Karl Kleiber Gietz

Das öffentliche Wirken von Karl Kleiber Gietz begann 1876 mit seinem Eintritt in die Schulkommission von Esperanza.[56] Er hatte dort viele Jahre den Vorsitz inne.

Die Kommission bemühte sich ganz im Sinne der liberalen Regierung des Präsidenten Sarmiento (seit 1868) um die Einrichtung einer öffentlichen städtischen Schule für beide Geschlechter. Konflikte gab es um die konfessionelle Ausrichtung der Schule. Die erste Schule in Esperanza war bei der evangelischen Kirche angesiedelt. Auf Initiative der Katholiken hin beschloss der Stadtrat am 7. 7. 1876 die Einrichtung einer überkonfessionellen Schule. Karl Kleiber Gietz vertrat in dieser Auseinandersetzung , ganz im Sinne seiner Kenntnis der nassauischen Simultanschule, die er in seinem Heimatort Winkel selbst besucht hatte, den überkonfessionellen Standpunkt.

Die Schule sollte der Colonie mehr Ansehen verschaffen, mit ihr sollte auch im fernen Argentinien die Zivilisation beginnen, die Intelligenz und die Industrie in Bewegung gesetzt werden.[57]  Um das Niveau der Volksbildung zu heben, gründete er auch eine Lokalzeitung. Die Krönung des öffentlichen Wirkens von Karl Kleiber Gietz wurde seine Ernennung zum Friedensrichter der Kolonie am 4. 11. 1878. Am 12. 1. 1879 .  verstarb der fortschrittliche Kolonist und verdiente Bürger [58]in seiner neuen Heimatstadt. Zu einem Eklat kam es anlässlich seiner Beerdigung. Er wurde auf dem katholischen Friedhof von Esperanza begraben, dort aber exhumiert, um einer aus Italien stammenden verstorbenen Siedlerin Platz zu machen, und anschließend auf dem evangelischen Friedhof zur Ruhe gelegt. Gegen diesen Vorgang protestierte der deutsche Gesandte, Baron von Holleben, beim argentinischen Außenministerium. Er sah die religiösen Gefühle der deutschen Kolonisten durch diesen Vorfall grausam verletzt. Er war der Meinung, dass die religiösen Gefühle sämtlicher Glaubensrichtungen ... gleichermaßen respektiert werden sollten in allen Staaten, die liberal regiert werden.[59]

So wurde die Bestattung von Karl Kleiber Gietz zu einem Testfall für die religiöse Toleranz in dem jungen Staat Argentinien. Außerdem beweist die Intervention des Gesandten die hohe Wertschätzung, die der Familie Gietz und ihren Mitgliedern im öffentlichen Leben Argentiniens entgegengebracht wurde.

 

 

8.      Die Bedeutung der Familie Gietz für die Kolonisation der Provinz Santa Fé in Argentinien 

Die deutsche Kolonisation in Argentinien – zahlenmäßig gering (nur 0,1 % aller deutschen Auswanderer des 19. Jahrhunderts) – erlangte zumindest in der Provinz Santa Fé unter anderem durch die aus dem Herzogtum Nassau eingewanderte Familie Gietz und ihre Nachkommen eine nicht geringe wirtschaftliche, kulturelle und politische Bedeutung.

Esperanza, von Wendelin Gietz 1856 als erste Ackerbaukolonie der Provinz mitbegründet, ist heute eine blühende Stadt von vierzigtausend Einwohnern, die im sogenannten argentinischen Ruhrgebiet liegt. Tochterkolonien (San Jeronimo und Prospero) wurden gegründet, Handwerks- und Industriebetriebe ins Leben gerufen, das öffentliche Leben organisiert. Dabei  wirkte die Familie Gietz mit. Ihre in der alten Heimat erworbene Schulbildung sowie ihre beruflichen Kenntnisse und ihre in kommunaler Selbstverwaltung gemachten Erfahrungen kamen ihnen dabei zustatten. Der Wirtschaftshistoriker Hermann Kellenbenz drückt diesen Sachverhalt so aus: Der Zuzug kleiner Gruppen europäischer Herkunft und Bildung bedeutete, wie gerade die Beispiele Argentinien und Chile zeigen, für diese Länder einen beträchtlichen Gewinn.[60]

Welch hohe Wertschätzung auch im heutigen Leben der Provinz Santa Fé noch dem aus Johannisberg stammenden Siedler Wendelin Gietz entgegengebracht wird, möge das im folgenden in deutscher Übersetzung auszugsweise wiedergegebene Gedicht des bekannten argentinischen Schriftstellers Jose Pedroni, Vater des Siedlungshistorikers Juan Jose Pedroni, aus dem Jahre 1957 belegen.[61]

 

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Die Stute von Wendel Gietz (Übersetzt aus dem Spanischen)[62]

 

Der Landmann Wendel Gietz kaufte eine goldfarbene Stute.
Bevor er sie kaufte, beriet er sich mit seiner Frau
wie man es in jeder guten Familie macht
und seine Frau, die in ihren Händen
gerade zwei große Nähnadeln
und in ihrem Schoß einen Nähkorb hatte,
sagte ihm: „Kauf sie.
Wir nennen sie Maravilla (= Wunder)“.

....

Sie sagte ihm: „Kauf sie.
Du wirst mich dann zum Sattel führen.“
Und Wendel Gietz gab für ein Pferd seine kleine Taschenuhr her.

....

Mit seiner goldfarbenen Stute nahm
er das Land in Besitz;
er erkundete Berg und Ufer;
er machte die Runde um das aufsprießende Getreide;
er patrouillierte am Horizont;
er drosch das Getreide, wenn es reif war.

....

As die Indianer sie ihm raubten,
scharte Wendel Gietz stillschweigend Männer um sich
und mit diesen machte er sich
vom Bergrücken bei seinem Haus auf den Weg;
vom Wirtshaus zur Kapelle.
Die Indianer hatten sie zerstört.
Ihm blieb nur seine Reitgerte.

...

Aber der Indianer gab die Beute nicht zurück.
Sie war aus Gold, die Goldene.
Wendel verbrachte sein ganzes Leben auf einem Pferd.

....

Die Kinder gingen aus dem Haus; man teilte das Land;
die Stadt blühte auf.
Aber Wendel Gietz konnte seine Goldene nicht vergessen.
Er führte sie mit sich in seinem müden Herzen.
Sie war dort wie ein süßer Splitter.

....


[1] Brief der Anna Maria Sadoni vom 27. März 1852 an ihre nach Nordamerika ausgewanderten Kinder, zit. n: Michael Wagner: Die Auswanderungswelle des 19. Jh am Beispiel der Familie Sadoni-Noll. In: Rheingau Forum 5. Jg. Heft 1 (1996), S. 21.

[2] Diese Liste wurde 2001 aktualisiert im Internet unter der Adresse: http: /home.t-online.de.home/michel-walluf/ S. 16, veröffentlicht. Vgl. auch den Artikel Australien warb Rheingauer Winzer an im Wiesbadener Kurier v. 2. 6. 2001, S. 5. In dieser Liste sind sicher nicht alle Ausgewanderten erfasst, da viele auch illegal – ohne Auswanderungsanzeige – abgewandert sind.

[3] Diesen Befund bestätigen auch die im HHStAW, Abt.223 (Amt Eltville) und Abt. 238 (Amt Rüdesheim), aufbewahrten Akten.

[4] Wolf-Heino Struck: Die Auswanderung aus Geisenheim. In: Hessisches Auswandererbuch. Hrg. von Hans Herder. Frankfurt am Main 1983, S. 262.

[5] Vgl. Stadtarchiv Oestrich-Winkel. Bürgerliste  Mittelheim 1852 – 54. Vgl. auch Josef Roßkopf: Hallgarten im Wandel. o. O. o. J., S. 204.

[6] Vgl. Bürgerliste. Ebenda.

[7] Vgl. Roßkopf (wie Anm. 5), S. 205.

[8] Vgl. Valentin Statzner: Hattenheim. Geschichte eines Weindorfes. 2. Auflage Eltville. 2001, S. 28.

[9] Vgl. 1000 Jahre Kiedrich im Rheingau.  Hrg: Gemeinde Kiedrich. Mainz 1979, S. 19.

[10] Vgl. Helmut Rienäcker: Chronik von Assmanshausen. Geisenheim 1990, S. 65.

[11] Vgl. Struck (wie Anm. 4), S. 263.

[12] Ebenda, S. 262.

[13] Vgl. Roßkopf (wie Anm. 5), S. 205.

[14] Vgl. Bürgerliste (wie Anm. 5).

[15] Vgl. Struck (wie Anm. 4), S. 263.

[16] Vgl. Roßkopf (wie Anm. 5), S. 202-203.

[17] Struck (wie Anm. 4), S. 262. Dresel kann als ein Pionier der deutschen Einwanderung nach Texas angesehen werden. Ebenda.

[18] Vgl. Wolf-Heino Struck: Die Auswanderung aus dem Herzogtum Nassau (1806 –1866 ). Geschichtliche Landeskunde. Bd. X. Wiesbaden 1966. Tabelle X, S. 130.

[19] Vgl. Wolf-Heino Struck: Johannisberg im Rheingau. Frankfurt am Main1977, S. 242.

[20] Ebenda.

[21] Ebenda, S. 116.

[22] Ebenda, S. 349. Angaben zu den einzelnen Mitgliedern der Familie Gietz enthalten die Kirchenbücher der Pfarrei „Johannes der Täufer“, die im Diözesanarchiv Limburg aufbewahrt werden. Vgl. die Microfilme 269 und 270.

[23] Vgl. die Unterschrift in dem Brunnenmeisterbuch der Brunnenmeisterschaft „Obere Nachbarschaft“ vom 20. 8. 1737. Das Buch wird im Dorfarchiv Johannisberg aufbewahrt. Vgl. dazu auch: Der Johannisberg. Seine Kultur und Vereinsleben. Hrgg. vom Förderkreis Weindorf Johannisberg. Eltville 1991, S 32.

[24] Vgl. Struck (wie Anm.19), S.157 – 158.

[25] Das Original des Briefes befindet sich heute im „Museo de la Colonizacion d´Esperanza“. Im Folgenden zitiert als Brief.

[26] Vgl. Staats- und Adreßhandbuch für das Herzogtum Nassau 1827/28, S. 89 und 1829/30, S. 96. Vgl. auch Struck (wie Anm. 19), S. 349.

[27] Michael Wettengel: Die Revolution von 1848/49 im Rhein-Main-Raum. Wiesbaden 1989, S. 68.

[28] Ebenda.

[29] Vgl. Struck (wie Anm. 19), S. 235-236 und S. 349.

[30] Vgl. Staats- und Adresshandbuch für das Herzogtum Nassau für das Jahr 1851, S. 110. Vgl.auch Struck (wie Anm 19), S. 247 und S. 349.

[31] Franz Lerner: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Nassauer Raumes 1816 – 1864. Wiesbaden 1965, S. 118. Vgl. auch die Artikel Die wahre Ursache der Theuerung im Nassauischen Intelligenzblatt Nr. 60 vom 5. 9. 1854 und Theuerung der Brodfrüchte in Nr. 29 vom 24. 6. und Nr. 30 vom 27. 6. 1854.

[32] Vgl. Intelligenzblatt Nr. 61 vom 7. 9. 1854, Nr. 80 vom 26. 10. 1854 und Nr. 16 vom 19. 4. 1855.

[33] In diese Richtung deuten auch Bemerkungen in seinem Brief vom 30. 8. 1859.

[34] Vgl.: Herzoglich Nassauisches allgmeines Intelligenzblatt, Nr. 17 v. 26. 4. 1855.

[35] Für sie ist im Nassauischen Intelligenzblatt keine Auswanderungsanzeige zu finden, obwohl die gesetzliche Abmeldung für jeden Auswanderungswilligen zwingend vorgeschrieben war. Vgl. Struck (wie Anm 4), S 263.

[36] Vgl. dazu  den Brief (wie Anm. 25)

[37] Vgl. Intelligenzblattt Nr. 33 vom 14. 8. 1852.

[38] Vgl. Intelligenzblatt Nr. 80 vom 26. 10. 1854.

[39] Wolf-Arno Kropat: Die Auswanderung aus dem Herzogtum Nassau. In: Herzogtum Nassau (1806-1866). Katalog zur Ausstellung. Wiesbaden 1983, S. 124.

[40] Verordnungsblatt des Herzogtums Nassau. 41. Jg 1849, S. 9.

[41] Vgl. Intelligenzblatt Nr. 75 vom 14. 10. und Nr. 76 vom 17. 10. 1854.

[42] Brief (wie Anm. 25)

[43] Ebenda.

[44] Ebenda.

[45] Der Vertrag ist abgedruckt in: Pedro Grenon: La Ciudad de Esperanza. Cordoba 1939, S. 35–44. Das vorhergehende Zitat ist dem Vertrag entnommen.

[46] Brief (wie Anm. 25).

[47] Ebenda.. Vgl. auch das Gedicht von José Pedroni: La yegua de Wendel Gietz (Die Stute von Wendel Gietz). In: ders.: Monsieur Jaque. o. O. 1957, S. 65.

[48] Alle Zitate sind dem Brief (wie Anm. 25) entnommen. Zu dem Indianerüberfall vgl. auch das Gedicht von Pedroni (wie Anm.. 47).

[49] Brief (wie Anm..25).

[50] Zu dem öffentlichen Wirken von Wendelin Gietz und Joseph Maurer vgl. bes. Juan Carlos Pedroni: Wendel Gietz y Joseph Maurer, activos hombres publicos. In : Derselbe : Estampa del Pasado. Esperanza 1995, S. 58–59. Zuerst erschienen in der Zeitung “El Colono de Esperanza” vom 26. 6. 1991.

[51]Pedroni, ebenda, S. 59.

[52] Vgl. den Brief (wie Anm 25)

[53] So der Titel des Aufsatzes von Pedroni (wie Anm. 50).

[54] Zu dem öffentlichen Wirken von Friedrich und Lambert Gietz vgl. bes. Gabriel Oggier: Las Familias de San Geronimo Norte. Santa Fé 1993, S. 258-259.

[55] Alle Angaben aus: Dorando Michelini: Progreso 1881–1981. o. O. o. J. , S. 5.

[56] Zum öffentlichen Wirken Karl Kleiber Gietz vgl. vor allem Pedroni (wie Anm. 50), S. 63-68.

[57] Aus dem Beschluss des Stadtrates in Esperanza vom 25.8.1879, zitiert nach Pedroni, ebenda, S. 66.

[58] Ebenda, S. 63 und S. 67.

[59] So die argentinische Tageszeitung „La Nacion“ vom 9. 7. 1916, zit. nach Pedroni, ebenda,  S. 67.

[60] Hermann Kellenbenz: Deutsche Wirtschaftsgeschichte. Bd. 2. München 1981. S. 30.

[61] wie Anm. 47. Das Gedicht ist dort auf den S. 63–67 vollständig abgedruckt. Bei der Übersetzung wurde vor allem Wert auf die inhaltliche Aussage gelegt, soweit Wendelin Gietz und die Ansiedlung beschrieben werden.

[62] Für Übersetzungen aus dem Spanischen danke ich Herrn Harald Schultz

 

Autor: Walter Hell - Oestrich-Winkel (Erstveröffentlichung in den "Nassauer Analen")

 

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